Rubus limitis Matzk. & H. Grossh. ‒ Limes-Haselblattbrombeere
1996, Mainzer Naturwissenschaftl. Archiv 34: 87 (▤)
Rubus limitis ist eine thamno- und, anders als die meisten Corylifolii-Vertreter, auch nemophile Art, die basenarme bis -reiche, mäßig nährstoffreiche Böden vorzugsweise der kollinen bis submontanen Stufe besiedelt; sie geht jedoch auch in die montane Zone und steigt im Feldberggebiet bis auf 875 m ü. NN. In Hessen ist die Art besonders im Taunus, in der Wetterau, Untermainebene und in der Hessischen Rheinebene verbreitet und stellenweise häufig. Im Vortaunus ist sie zum Beispiel in 95 % der untersuchten Grundfelder vertreten, im Hochtaunus in 63 % (Jansen & al. 2012). Außerhalb dieser Gebiete, wie im größten Teil des Osthessischen Berglandes, ist R. limitis selten oder fehlend.
Der hessische Anteil am Weltbestand und seine Lage im Areal begründen eine besondere Verantwortlichkeit Hessens für die Erhaltung der Art.