Rubus gratus subsp. sciocharis Sudre
1907, Batoth. Eur. 5: 68 (▤)
Die Art verhält sich im Gebiet thamno- und nemophil, sie wächst auf meist sauren, mäßig nährstoffreichen Böden in der kollinen Höhenzone. Nach Weber (1992, 1986, 1995 & 1998) dürften die meisten Vorkommen auf Verschleppung aus holsteinischen Baumschulen mit Pflanzgut für Baumpflanzungen und zur Böschungsbegrünung zurückgehen, worauf auch Barth (2008u), Gregor (2002) und Gro?heim (1995) hinweisen. Bei fast 40 % der Nachweise ist diese Ausbreitungsart aufgrund der Standortverhältnisse naheliegend. Andererseits gibt es jedoch auch Vorkommen weit abseits der Verkehrswege und sonstiger möglicher Anpflanzungsorte, die nicht zwingend synanthrop sein müssen. Die Art bildet zum Teil größere Bestände und ist fest eingebürgert.