Rubus vulgaris Weihe & Nees, nom. illeg.
1824, Deut. Brombeerstr. 38 (▤)
Rubus aschofii verhält sich im UG vorwiegend nemophil; die Art wächst an Waldrändern und lichten Waldwegen auf kalkfreien, mäßig nährstoffreichen Böden in der kollinen Zone. Über 400 m ü. NN geht sie nur sehr selten hinaus; der höchste Fundpunkt liegt am Unteren Vogelsberg südlich Brandlos bei 480 m ü. NN. In Hessen erreicht sie mit dem Fund im Odenwald die Südgrenze ihrer Gesamtverbreitung. Nördlich einer Linie Taunus–Vogelsberg–Rhön ist die Art insgesamt selten, nur im Reinhardswald und im Fulda-Werra-Bergland etwas häufiger anzutreffen.
Die Angabe bei Jansen (2004b) für den Taunus ist irrtümlich. Der bei Grimme (1958) genannte Fundort Reinhardswald, Graben zwischen Urwald und Parkmauer, ist durch einen Beleg (bei Sababurg, A. Grimme, 28.7.1937, teste A. Ade & A. Neumann (KASSEL), Lokalisierung unsicher, 4422–4423) und durch die Kartierung abgesichert, während die Angaben „Niestberg hinter Heiligenrode“ und „Lamsberg bei Dissen“ bisher unbestätigt sind. Letzteres gilt auch für die bei Becker & al. (1997) mitgeteilten Funddaten.