Rubus infestus Boenn. ‒ Feindliche Brombeere
1824, Prodr. Fl. Monast. Westphal. 153 (▤)
Rubus infestus verhält sich im Gebiet vorwiegend nemophil; er wächst auf unterschiedlichen, sauren bis kalkhaltigen Böden in der kollinen bis submontanen Höhenlage und kommt nur ausnahmsweise in Höhen oberhalb 600 m ü. NN vor, wie im Hochsauerland in 4618/31 bei 640 m ü. NN und in 4917/12 bei 650 m ü. NN. In Hessen liegen die Schwerpunkte im Reinhardswald, im Hochsauerland und dem Ostsauerländer Gebirgsrand, im Fulda-Haune-Tafelland und dem Unteren Vogelsberg, wo die Südgrenze der Gesamtverbreitung erreicht wird. Nach Gregor (2002) ist die Art im Fulda-Haune-Tafelland nördlich von Lingelbach und Grebenau teilweise häufig und kann „hier auf Lichtungen undurchdringliche Verhaue“ bilden.
Die Angabe „Gebüsche, Hecken, Karlshafen, mehrfach“ in Beckhaus (1893) nach Grimme (1958) konnte durch die Kartierung bestätigt werden.